Name aus Klosterzeiten
Munkmarsch bedeutet „Marsch der Mönche“. Das Land gehörte einst dem St.-Knuds-Kloster in Odense, 1573 hieß es Sankt Knutsmarsch.
Munkmēsk
Munkmarsch liegt auf der Wattseite zwischen Keitum und Braderup. Der frühere Fährhafen der Insel ist heute ein Yachthafen, das alte Fährhaus ein Hotel.
Munkmarsch ist ein kleiner Ortsteil der Gemeinde Sylt am Wattenmeer. Er liegt nördlich von Keitum, südlich von Braderup und östlich des Flughafens Sylt. Bevor 1927 der Hindenburgdamm eröffnet wurde, war der Hafen von Munkmarsch die wichtigste Verbindung der Insel zum Festland.
Heute bestimmen der Yachthafen, das Hotel Fährhaus und einige Ferienhäuser das Bild. Einen Nordseestrand gibt es hier nicht, die Westküste erreicht man mit Bus, Rad oder Auto. Munkmarsch passt zu Gästen, die ruhig am Watt wohnen möchten und Keitum mit Läden und Restaurants in der Nähe haben wollen.
Als der Hafen von Keitum in den 1850er Jahren verlandete, wurde in Munkmarsch ein neuer Hafen gebaut. Hier legten die Schiffe vom Festland an, und ab 1888 fuhr die Sylter Inselbahn von Munkmarsch in das neue Seebad Westerland.
Mit der Eröffnung des Hindenburgdamms 1927 verlor der Hafen seine Bedeutung. Das Fährhaus ließ Kapitän Thomas Selmer 1869 als Poststation und Warteraum für Reisende bauen. Es war bis in die 1980er Jahre ein Ausflugslokal und wurde 2002/2003 zu einem Hotel mit Restaurant umgebaut.
Der Hafen gehört dem Sylter Segler-Club. Hafengelände und Clubhaus sind für Besucher zugänglich, die Hafenstube im Clubhaus ist ein öffentliches Restaurant.
Das Wattenmeer ist vor Munkmarsch deutlich ruhiger als die Nordsee an der Westküste. Am Hafen werden Boots- und Segeltouren sowie Surfkurse angeboten, unter anderem von der Surfschule syltsurfing. Nach Angaben von Insel Sylt Tourismus liegt hier das älteste Wassersportzentrum der Insel, an dem 1972 das Windsurfen begann.
Im Ort selbst gibt es nur wenige Betriebe. Aus dem Verzeichnis gehören das Restaurant im Hotel Fährhaus und die Hafenstube dazu. Zum Übernachten stehen das Hotel Fährhaus, Reetdachhäuser und Ferienwohnungen zur Auswahl.
Für Einkäufe, weitere Restaurants und die Kirche St. Severin ist Keitum der nächste Ort. Die Buslinien 3 und 3a verbinden Munkmarsch außerdem mit Braderup und Wenningstedt. Wer baden und Brandung erleben möchte, fährt an die Weststrände von Westerland, Wenningstedt oder Kampen.
Munkmarsch bedeutet „Marsch der Mönche“. Das Land gehörte einst dem St.-Knuds-Kloster in Odense, 1573 hieß es Sankt Knutsmarsch.
Ein Spazierweg führt am Watt entlang über die Jückermarsch-Brücke von Munkmarsch nach Keitum.
Der Flughafen Sylt grenzt im Westen direkt an den Ort.
Fragen
Die Ringlinien 3 und 3a der Sylter Verkehrsgesellschaft halten an der Haltestelle Munkmarsch/Hafen. Vom ZOB Westerland dauert die Fahrt je nach Richtung etwa 17 bis 20 Minuten, im Sommer fährt tagsüber etwa stündlich ein Bus.
Rund um den Hafen gibt es einige Sandflächen am Wattenmeer, das Wasser ist dort sehr ruhig. Wer Brandung und Strandkörbe sucht, fährt an die Westküste, etwa nach Westerland oder Wenningstedt.
Ja, der Hafen des Sylter Segler-Clubs hat bis zu sechs Gastliegeplätze. Er fällt bei Niedrigwasser trocken, deshalb muss man Ankunft und Abfahrt auf die Zeit um Hochwasser legen.
Munkmarsch gehörte bis 1970 zur Gemeinde Keitum und danach zur Gemeinde Sylt-Ost. Seit 2009 ist es ein Ortsteil der Gemeinde Sylt, die aus Westerland, Sylt-Ost und Rantum gebildet wurde.
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