Keitum liegt am Ostufer der Insel, ohne Weststrand. Das Watt beginnt am Deich und prägt die Kante vor dem Dorf mit seinen Kapitänshäusern, Gartenmauern und Sankt Severin. Ende September geht die Sonne gegen 19:20 Uhr unter; für Wege am Watt wird es entsprechend früh dunkel.
An der Koogstraße steht das Alte Schöpfwerk. Seit 2018 ist das Gebäude wieder öffentlich zugänglich, die Schutzstation Wattenmeer nutzt es als Station in Keitum. Das Watt liegt unmittelbar davor, draußen gibt es Bänke, Fahrradstellplätze und eine Fußwaschstelle.
Von hier führen Touren ins Keitumer Watt und zu den Vogelgebieten am Nössekoog. Bei der 90-minütigen Vogelführung bleibt die Gruppe auf dem Deich und beobachtet die große Sandinsel sowie den Koog. Erwachsene zahlen 13 Euro, für Kinder von vier bis 14 Jahren kostet die Teilnahme 8 Euro.
Am 26. September 2026 steht die Führung „Die faszinierende Vogelwelt in Keitum“ auf dem Programm. Einen Tag später, am 27. September um 11 Uhr, beginnt am Alten Schöpfwerk eine Schlickwattwanderung. Dabei ist der weiche Untergrund selbst Teil der Tour; im Keitumer Watt lassen sich außerdem Muscheln und Krebse beobachten.
Zu Fuß dauert der Weg vom Keitumer Bahnhof zum Schöpfwerk etwa 20 Minuten, mit dem Fahrrad ungefähr fünf. Die Koogstraße führt bis an den Deich, danach geht es rechts noch rund 300 Meter weiter. Parkplätze am Haus sind knapp.
Die kleine Ausstellung „Zum Gast beim Vogelwart“ im oberen Stockwerk öffnet von April bis September täglich zwischen 10 und 18 Uhr. Unten befinden sich öffentliche Toiletten und Informationen zum Schöpfwerk und zum Nössekoog. Der Eintritt ist frei, Spenden sind erwünscht.