Wer in Westerland ein Zimmer sucht, sieht zuerst die Promenade. Dort liegen die großen Häuser mit Meerblick, im August am vollsten. Eine Reihe dahinter stehen Hotels und Pensionen in ganz normalen Straßen: Praxen, Läden, ein Hinterhof. Viele davon haben auch im Winter Gäste, weil Bahnhof und Arbeit um die Ecke sind.

Personenzug und Autozug enden in Westerland. Bis viele Häuser sind es wenige Minuten zu Fuß. Die Friedrichstraße ist die einzige Fußgängerzone. Wer den Koffer abgibt, ist oft schon in der Stadt, bevor jemand den Strand meint. Der Wechsel in den Zimmern liegt häufig vor der Ankunft.

Im September werden Autozug und Preise dünner. Die Häuser hinter der Promenade bleiben offen. Heizung, Wäsche und Schichtpläne laufen weiter, nur mit kürzeren Listen. An der ersten Reihe zum Meer ändert sich die Belegung stärker.

Der Strand ist ein kurzer Weg. Wer ein Zimmer will, schreibt den Gastgeber an. Die Adresse entscheidet, ob man am Meer aufwacht oder in der Stadt hinter der ersten Häuserreihe.