Der Bahnhof liegt am östlichen Rand der Innenstadt und ist Endpunkt der Marschbahn. Er ging am 1. Juni 1927 zusammen mit der Strecke über den Hindenburgdamm in Betrieb. Im August kommen hier Personenzüge und Autozüge an. Vom Bahnhof führt der Weg durch die Innenstadt zur Promenade.

Um sieben halten die ersten Lieferwagen vor offenen Hintertüren. In der Friedrichstraße liegen Geschäfte wie adenauer & Co. an der Hausnummer 11 und die Galerie Mensing an der Nummer 42. Bevor die Straße voll wird, werden dort Waren ausgeladen und Türen aufgeschlossen.

Am westlichen Ende der Friedrichstraße liegt der zentrale Badestrand. Der Übergang ist barrierefrei, an der Promenade stehen Strandkörbe, Gastronomie und die Musikmuschel. Im August ist dieser Abschnitt voll. Hinter der ersten Häuserreihe liegen Praxen und die Verwaltung. Das Rathaus der Gemeinde Sylt steht in der Andreas-Nielsen-Straße 1.

Westwind verändert die Lautstärke an der Promenade, nicht aber die Abläufe dahinter. Das Info-Center bleibt in der Friedrichstraße, Lieferungen gehen an dieselben Eingänge und der Arbeitstag folgt seinem Plan.

In der Friedrichstraße 42 zeigt die „Art you life“-Residenz der Galerie Mensing moderne und zeitgenössische Kunst. Zum Programm gehören Tom Boston, Bram Reijnders, Joel Amit, Patrick Rubinstein, Charles Fazzino, Mr. Brainwash und Romero Britto. Die Galerie gehört zu einem Verbund von zwölf Häusern. Die Mensing-Galerien bestehen seit mehr als 60 Jahren.

In der Kjeirstraße 17 B sitzt der Fahrradverleih Rantum 2.0, der nach 35 Jahren nur noch als Lieferservice arbeitet. Auch das gehört zu Westerland: Ein Betrieb bleibt in der Stadt, obwohl seine Räder an andere Orte gebracht werden.

Wenn die Läden schließen, leert sich die Friedrichstraße wieder. Westerland hatte von 1905 bis 2008 Stadtrecht; Bahnhof, Rathaus und die Straßen hinter der Promenade sind geblieben. Am Abend wird sichtbar, dass die Inselmitte auch dann weiterläuft, wenn am Strand weniger los ist.